OH ... TENOTTONET ... HO
z.o.o. 1045

© 2000 z.o.o. Verlag
Dauer: 25 Min

Besetzung:
Blockflöte (Sopranflöte, Tenorflöte, Bassflöte)
Klarinette (Klarinette in B, Bassklarinette in B)
Saxophon (Sopranino in Es, Sopransax in B, Baritonsax in Es)
Schlagzeug (Marimbaphon, Gr. Trommel, 5 Toms, 2 Bongos, 3 Becken, 2 Templeblocks)
Akkordeon
Gitarre
Harfe
Kontrabass (5-Saiter: H-E-A-D-G)



1. Satz  /  OH
2. Satz  /  TEN
3. Satz  /  NET
4. Satz  /  OTTO
5. Satz  /  TON
6. Satz  /  NET
7. Satz  /  HO



OH ... TENOTTONET ... HO ist vielsprachig, gehorcht den Gesetzen nur einer Grammatik und ist ein Glückwunsch zum Jubiläum. OH ... TENOTTONET ... HO ist ein Rätsel und liest sich von beiden Enden kommend auf die Mitte zu. - Das, was war … und das, was sein wird. - In OH ... TENOTTONET ... HO schwingt ein Pendel von OH nach HO. Der Beginn schon maskiert das Ende. Im Letzten findet sich der erste Grund. Was wegschwingt, schwingt auch zurück. In der Mitte ruht das ewige Tacet.

OH …, so überraschend beginnt die Bewegung. Woher kommt sie? Gleich die ersten acht Töne im Marimbaphon geben die musikalische Figur. Sie wird uns durch das ganze Stück begleiten. Es sind acht Schläge auf sieben Zeiteinheiten. Acht Instrumentalisten tun sich zusammen und bilden ein Netz aus Fähigkeiten. Dabei durchlaufen sie sieben musikalische Wandlungen. • TEN. Zehn Regungen, keine ohne die Anderen im Sinn. Die eine, große Geste. • NOT, the Notation of Time. All die Jahre. Zwei Bewegungen steuern aufeinander zu. Die eine kommt aus der Vergangenheit, die andere aus der Zukunft. Sie touchieren, zucken zurück, kommen wieder, drehen sich einmal umeinander, trennen sich, berühren das Fremde ein letztes Mal und streben davon. Vorbei. • Der mittlere Auftritt ist der siebte, der größte und etwas Besonderes. Er birgt eine achte Wandlung. OTTO, acht, ist zweigeteilt, denn zwischen OT und TO liegt ein winziger Hauch Unendlichkeit. Zehn Jahre sind seit Beginn des Stücks vergangen. TEN. Jetzt ist es Zeit, in Stille zu verharren. - Wo stehen wir? Nein, eine Bewegung ist nicht nötig, denn es ist die Mitte, die Ruhe, der köstliche Stillstand, um den sich alles dreht. - Und nun dreht das Stück sich um und schreitet rückblickend nach vorn. Vorwärts in der Erinnerung. Wohin? Na, vorwärts in der Erinnerung. • TON. - Ein Ton. - Zwei Bewegungen steuern aufeinander zu. Die eine kommt aus der Zukunft, die andere aus der Vergangenheit. Sie touchieren, zucken zurück, kommen wieder, drehen sich einmal umeinander, trennen  sich, berühren das Fremde ein letztes Mal und streben davon. Vorbei. • NET. Das Ensemble, Netzkultur. Keine Regung, ohne die der Anderen im Sinn ... • … HO strafft sich. Die Bewegung findet zu sich selbst zurück. Was übrig bleibt ist Idee, ist Kern, die heilige Unruhe, all das, was nicht zu bändigen ist, auch wenn man müde wird. Ho heißt: Auf!! „Ho“ rief mein Urgroßvater und forderte sein Pferdegespann mit der Peitsche wenn er weiterwollte.

OH ... TENOTTONET ... HO trägt eine geheime Botschaft und bedeutet vermutlich: „Oh lala, zehn Jahre ohton Ensemble, weiter so“. Diese Musik ist nicht vollständig und demonstriert vor allem eins: den Grund und die Entwicklung von Gestalt aus dem Eigenwillen der Bewegung. OH ... TENOTTONET ... HO ist dem ohton Ensemble gewidmet.
 
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