Fange die Triole
II. Versuch / Gelbe Musik
z.o.o. 1049.2

© 2001 z.o.o. Verlag
Dauer: 30 Min

Besetzung:
E-Orgel
E-Gitarre
Vibraphon, Marimbaphon
Schlagzeug



1. Zwei Triolen
2. Gelber Marsch
3. Beschwörung der Triole
4. Melodie & Maske



Triole ist ein Begriff aus der Musiktheorie. Triolen gliedern den Puls, die vergehende Zeit zwischen zwei Taktschlägen in drei gleichlange Phasen. Drei ebenmäßige Schläge auf einen Streich.
Jede Triole ist dritter Teil eines Ganzen und durchläuft drei Stadien. Zuerst den Anfang, dann die Mitte und schließlich den Schluß. Triolen sind vollständig. Sie umfassen das, was war, das, was ist, und das, was sein wird. Triolen durchlaufen stets die Mitte. Eine von Dreien steht immer im Zentrum. Jede Triole, die vorausgeht, wird zum Schwerpunkt für die, die nachkommt. Musik ordnet sich in der Bewegung. Klang, der sein rhythmisches und metrisches Gerüst triolisch baut, zirkuliert um einen sich bewegenden Pol. »Fange die Triole« ist der Griff nach Struktur, nach Orientierung im gleitenden Fluß.
Aller guten Dinge sind drei. Das weiß jedes Kind. Triolen bedeuten: drei Versuche pro Taktschlag, den Kern zu treffen. Wir erinnern uns. Drei Wünsche hat jeder frei. Ist die Gewährung des ersten bestimmt nur Zufall, die des zweiten wahrscheinlich Glück, bedeutet die Erfüllung des dritten endlich Gewißheit. So denken wir. So wachsen wir. Vorwärts ... aufwärts. Um einen Mittelpunkt pendeln Anfang und Ende. Bewegung in der Waage ... Auf und Ab und Auf ...

... Trioleolé ... Trioleolé ... Trioleolé ...
 
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